curriculum vitae - breve
im Volksmund: "Das Leben ist wie eine Hühnerleiter - kurz und beschissen"


Gestatten, dass ich mich vorstelle:




mit meinen wichtigen Daten;

mit Bildern von mir   

Das ist die Tauf- und Konfirmationskirche, wo Stephan Ebers, nur wenige Häuser entfernt wohnend, begann das unbekannte Terrain ringsum zu erkunden.

Der viel ältere Bruder erlernt das Fotografenhandwerk und ein Teil der Kindheit wird als Fotomodell und neugieriger Zuschauer im Fotolabor verbracht. Es ist faszinierend, wenn bei grünem Licht auf einem Blatt Papier erste Konturen im Entwicklerbad entstehen und langsam sich weiter zum vollständigen Bild entwickeln. Die Badewanne wird zum Wässern der Fotos benötigt, die Trockenpresse mit Hochglanzfolie brennt sich in den Fußboden ein, weil der Fotograf wegen Übermüdung etwas einnickte.

 

                            Klasse 1a der 13. Grundschule Berlin-Steglitz  (Foto: unbekannt)

                                 - einem Zentrum für schwarze Pädagogik

Die Waldschule Gerdes in Berlin-Schlachtensee, die ich ab Februar 1962 besuchte, legte den ersten Grundstein zum Lehrerberuf, der über 10 Jahre später mit dem entsprechenden Studium beginnen sollte. Dazu trugen die ausgezeichneten Pädagogen der Waldschule mit bei.

ev. Johanneskirche in Berlin Lichterfelde-West  um 1960     (Foto: Harald Ebers)



Mit 14 Jahren erhielt ich von meinem Bruder, der mittlerweile als Kameramann bei dem SFB, dem damaligen Rundfunk- und Fernsehsender in West-Berlin arbeitete, eine Spiegelreflexkamera. Es war die in der DDR wohlbekannte EXA IA. Da das Normalobjektiv nur von einfacher Qualität war, wurde mir leihweise das Original Zeiss-Tessar mit 50 mm Brennweite aus der alten Exa meines Bruders überlassen. Einen weiteren Vorteil für einen finanziell stets knappen Schüler waren die Filmreste, die bei den damals noch oft üblichen Reportagen und Features in schwarz-weiß übrig blieben. So erhielt ich öfter einmal 10 m Reste der hochwertigen Schwarz-Weiß Filme von Kodak mit Empfindlichkeiten von 100-400 ASA.

Zur Konfirmation beendete der geschenkte Elektronenblitz die Ära der Blitzbirnen, welche sündhaft teuer waren. Es erfolgte dann der Kauf eines Tele- und eines Weitwinkelobjektivs. Die Erstausstattung war vorhanden.


                                            Erste Werke sind im Entstehen (1968 - 1970):


                Stellwerk Lichterfelde-West,                Haus Gericke, Salon mit Blick zum großen

                S-Bahn- und Ra                           Wannsee, Architekt: Mies van der Rohe, 1930/32

Zu dieser Zeit lernte ich den Fotografen Peter von Waldthausen kennen. Seine Arbeiten umfassten ein weites Gebiet vom Porträt über Landschaften bis zur experimentellen Fotografie. Seine Fototechnik dagegen war sehr konservativ und ich wurde auf die wirklich scharfe Wiedergabe des Bildwichtigen getrimmt. Viel schwerer war es für mich jedoch das Bildwichtige überhaupt zu erkennen. Beharrlich wurde ich trainiert in der Schule des "Sehens". Für ihn musste ein Foto "gesehen" werden. Für einen Schüler mitten in der Pubertät keine leichte Aufgabe die oft vernichtende Kritik zu verarbeiten. Aber mein Stolz das erste "gesehene" Foto präsentieren zu können war groß und heute bin ich dafür sehr dankbar.

Mit dem Porträt stand ich auf Kriegsfuß, außerdem waren die drei Scheinwerfer meines Bruders mit den Nitraphot-Lampen sehr unhandlich. Dagegen faszinierte mich von Anfang an die technische Fotografie und im besonderen die Eisenbahn. Dem Zeitgeist entsprechend übten auch grafische Strukturen von Objekten auf mich eine besondere Faszination aus.



   
      Unter der Gaslaterne (Pfleidererstr.)                      Baustelle auf dem Glockenberg (Altenau)

Mit dem Umzug in den Oberharz lief die Schwarz-Weiß Ära langsam aus. Im Fernsehen wurden immer mehr Filme in Farbe produziert. Es handelte sich dabei um Umkehrfilme, die nach einem speziellen Verfahren entwickelt und nachbelichtet wurden.

Es sollte noch einige Jahre dauern bis die elektronische Bildaufzeichnung den klassischen Film im Fernsehen verdrängte. So rückte die Verwendung von Diafilmen immer mehr in den Vordergrund. Hatte der erste Diafilm aus Wolfen noch eine Enpfindlichkeit von 30 ASA, so gab es mittlerweile Umkehrfilme mit durchweg 100 ASA und einer guten Farbwiedergabe. Das Fotolabor des Bruders war in Berlin geblieben und die Nutzung des Labors an der Schule war sehr stressig, weil nach einer bestimmten Zeit der Hausmeister sich bemerkbar machte und seinen Feierabend genießen wollte.

Die Landschaft sollte von nun an den größten Umfang des Bildarchivs ausmachen. Doch zunächst mussten die Schwarz-weiß Bestände aufgebraucht werden. Ein weiteres Hobby nahm neben der Fotografie Gestalt an: die Freude an den Mineralien als Zeugen der Oberharzer Bergbautradition.








 Treppe im Turm d. großen Schanze im Schultal b. Altenau,     Fichten am Schwarzenberg, ✞ am 13.11.1972 bei Altenau

 abgerissen 1977                                              durch den Orkan Quimburga mit Spitzengeschwindigkeit v. 245 km/h (Brocken)



Naturgemäß interessiert den angehenden Fotografen nicht nur die Landschaft über Tage, sondern auch die Ansicht unter Tage. Die Befahrung eines Teils des Oker-Granestollen kurz vor der Fertigstellung vermittelte einen weiteren Impuls zur späteren Berufswahl.


   Oker-Granestollen                 Foto: H. Weiberg

 Im Bereich einer Verwerfung zwischen dem Kieselschiefer     Stollen der Grube "Mühlhans Glück" (Manganerz)
 aus dem Oberdevon und Kalkschieferbänken aus dem
 Unterkarbon sind einige Klüfte mit Calcit-Kristallen
 gefüllt und es wird versucht eine kleine Stufe
 zu gewinnen.

Fortsetzung folgt bald
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